
Die FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Damen gehört zu den wichtigsten Wettbewerben im internationalen Frauenbasketball. 2026 findet die 20. Ausgabe des Turniers in Berlin statt. Vom 4. bis 13. September kämpfen 16 Nationalmannschaften um den Weltmeistertitel. Deutschland nimmt als Gastgeber teil und trifft in der Gruppenphase auf Spanien, Japan und Mali. Titelverteidiger USA reist ebenfalls mit großen Ambitionen an. Die FIBA-Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft 2026 ist deshalb nicht nur für Basketballfans interessant, sondern auch ein bedeutendes Ereignis für den deutschen Sport. Das Turnier zeigt, wie stark sich der Frauenbasketball entwickelt hat und welche Nationen inzwischen zur internationalen Spitze gehören.
FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Damen: Bedeutung und Geschichte
Die Weltmeisterschaft der Frauen wird vom Basketball-Weltverband FIBA organisiert und bringt die besten Nationalteams der Welt zusammen. Das erste Turnier fand 1953 in Chile statt. Die USA gewannen damals den Titel und gehören seitdem zu den prägenden Nationen des Wettbewerbs. Insgesamt haben die Vereinigten Staaten die Weltmeisterschaft bereits elfmal gewonnen.
Im Laufe der Jahrzehnte entwickelte sich das Turnier von einem Wettbewerb mit wenigen etablierten Basketballnationen zu einer globalen Veranstaltung. Neben den USA konnten auch die Sowjetunion, Brasilien und Australien Weltmeister werden. Besonders die Sowjetunion dominierte zwischen 1959 und 1975 mit fünf Titeln in Folge. Brasilien gewann 1994 und Australien holte 2006 erstmals Gold.
Die Entwicklung zeigt, dass sich der internationale Frauenbasketball immer breiter aufstellt. Europäische, asiatische, afrikanische und amerikanische Teams treten inzwischen mit unterschiedlichen Spielsystemen und Stärken gegeneinander an. Dadurch ist die Weltmeisterschaft sportlich vielfältiger geworden.
Deutschland als Gastgeber 2026
Für Deutschland besitzt die FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 2026 eine besondere Bedeutung. Berlin ist zum zweiten Mal Austragungsort einer Frauen-Weltmeisterschaft. Bereits 1998 wurde das Turnier in Deutschland ausgetragen. Die Entscheidung für Berlin unterstreicht die Bedeutung des deutschen Basketballstandorts.
Alle Spiele der Weltmeisterschaft 2026 finden in Berlin statt. Als Spielstätten dienen die Berlin Arena und die Max-Schmeling-Halle. Die Arena bietet rund 14.000 Zuschauern Platz, während die Max-Schmeling-Halle rund 9.000 Fans aufnehmen kann. Damit erhält das Turnier eine kompakte Atmosphäre, bei der Fans die entscheidenden Begegnungen an einem einzigen Standort verfolgen können.
Für die deutsche Nationalmannschaft ist das Heimturnier eine besondere Gelegenheit. Deutschland ist als Gastgeber automatisch qualifiziert. In der Gruppenphase warten mit Spanien, Japan und Mali drei unterschiedliche Gegner. Spanien gehört zu den etablierten Teams Europas, Japan steht für schnellen und technisch geprägten Basketball, während Mali die afrikanische Basketballschule repräsentiert.
Das neue Turnierformat mit 16 Mannschaften

2026 wird das Teilnehmerfeld von bisher zwölf auf 16 Nationalmannschaften erweitert. Diese Veränderung ist eine der wichtigsten Neuerungen des Wettbewerbs. FIBA reagiert damit auf das Wachstum und die zunehmende internationale Stärke des Frauenbasketballs. Insgesamt werden 36 Spiele innerhalb von zehn Tagen ausgetragen.
Die 16 Teams werden auf vier Gruppen mit jeweils vier Mannschaften verteilt. In der Gruppenphase spielt jede Mannschaft einmal gegen jedes andere Team ihrer Gruppe. Damit absolviert jede Auswahl drei Vorrundenspiele.
Die vier Gruppensieger erreichen direkt das Viertelfinale. Für die Mannschaften auf den Plätzen zwei und drei geht das Turnier dagegen noch weiter, allerdings über eine zusätzliche K.-o.-Runde. Diese Qualifikationsspiele für das Viertelfinale werden am 8. und 9. September ausgetragen.
Anschließend beginnt die entscheidende Phase. Die Viertelfinals finden am 10. September statt. Danach folgen die Halbfinals am 12. September. Am 13. September werden das Spiel um Platz drei und das Finale ausgetragen. Jede Begegnung der entscheidenden Phase wird als einzelnes K.-o.-Spiel ausgetragen.
Diese Teams kämpfen um den Weltmeistertitel.
Das Teilnehmerfeld ist international stark besetzt. In Gruppe A spielen Spanien, Deutschland, Japan und Mali. Gruppe B besteht aus Frankreich, Korea, Ungarn und Nigeria. In Gruppe C treffen Australien, Belgien, Puerto Rico und die Türkei aufeinander. Gruppe D bringt China, Tschechien, Italien und die USA zusammen.
Besonders im Mittelpunkt steht der Titelverteidiger der USA. Die Amerikanerinnen haben die vergangenen vier Weltmeisterschaften gewonnen. 2022 setzten sie sich im Finale in Sydney mit 83:61 gegen China durch. A’ja Wilson wurde damals zur wertvollsten Spielerin des Turniers gewählt.
Auch 2026 verfügt das US-Team über enorme Erfahrung. A’ja Wilson und Breanna Stewart gehören zu den bekanntesten Spielerinnen des Kaders. Caitlin Clark und Paige Bueckers stehen dagegen vor ihrem ersten Einsatz bei einer Weltmeisterschaft. Die USA wollen in Berlin den fünften Titel in Folge gewinnen. (
Neben den USA zählen Spanien, Frankreich, Australien, Belgien und China zu den Mannschaften, die für starke Ergebnisse infrage kommen. Gerade das neue Format könnte für Überraschungen sorgen, weil ein einziges K.-o.-Spiel den Turnierverlauf entscheidend verändern kann.
Stars und Spielerinnen im Mittelpunkt

Eine Weltmeisterschaft lebt nicht nur von den Mannschaften, sondern auch von ihren herausragenden Spielerinnen. Bei der Ausgabe 2026 stehen zahlreiche bekannte Namen im Fokus. A’ja Wilson reist als Weltmeisterschafts-MVP von 2022 nach Berlin. Breanna Stewart bringt ebenfalls große Erfahrung von Weltmeisterschaften und Olympischen Spielen mit.
Auch Caitlin Clark sorgt für besondere Aufmerksamkeit. Die US-Amerikanerin wird 2026 erstmals bei einer Frauen-Weltmeisterschaft antreten. Paige Bueckers gehört ebenfalls zu den Spielerinnen, deren Debüt mit großem Interesse erwartet wird.
Auf internationaler Ebene sind unter anderem Emma Meesseman aus Belgien und Dominique Malonga aus Frankreich wichtige Namen. Japan bringt mit Kokoro Tanaka ein weiteres Talent auf die große Bühne. Die endgültige Bedeutung einzelner Spielerinnen wird sich allerdings erst im Turnierverlauf zeigen.
Rekorde, Erinnerungen und die Favoritenrolle der USA
Die Geschichte der FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Damen ist voller besonderer Leistungen. Eine der spektakulärsten Begegnungen fand 1994 im Halbfinale zwischen den USA und Brasilien statt. Brasilien gewann die Partie mit 110:107. Mit insgesamt 217 Punkten gehört das Spiel bis heute zu den punktreichsten Begegnungen der Turniergeschichte.
Die jüngere Geschichte wird dagegen klar von den USA geprägt. Seit dem Titelgewinn 2010 haben die Amerikanerinnen jede Weltmeisterschaft gewonnen. 2022 holten sie in Australien ihren vierten Titel in Folge. China gewann Silber, Australien Bronze.
Diese Serie macht die USA auch 2026 zum großen Favoriten. Gleichzeitig bedeutet die Favoritenrolle zusätzlichen Druck. Mannschaften wie Spanien, Frankreich, Australien, Belgien und China verfügen über genügend Qualität, um den Titelverteidiger herauszufordern.
Warum das Turnier 2026 besonders wichtig ist
Die Weltmeisterschaft in Berlin kommt zu einem Zeitpunkt, an dem der Frauenbasketball international immer mehr Aufmerksamkeit erhält. Die Erweiterung auf 16 Teams ist dafür ein deutliches Zeichen. Mehr Nationen erhalten die Möglichkeit, sich auf höchstem Niveau zu präsentieren und Erfahrung gegen die besten Mannschaften der Welt zu sammeln.
Auch das Interesse am Turnier ist groß. FIBA meldete bereits Monate vor Beginn eine starke Nachfrage nach Tickets für das Finalwochenende. Das zeigt, dass die Veranstaltung nicht nur sportlich, sondern auch beim Publikum auf großes Interesse stößt.
Für Deutschland bietet das Turnier zusätzlich die Chance, den Frauenbasketball vor heimischem Publikum sichtbar zu machen. Berlin wird zehn Tage lang zum Treffpunkt der internationalen Basketballszene. Die Kombination aus etablierten Weltklasseteams, jungen Talenten und einem neuen Format macht die Veranstaltung besonders interessant.
Wenn am 13. September 2026 in Berlin der neue Weltmeister feststeht, wird sich zeigen, ob die USA ihre beeindruckende Serie fortsetzen können oder ob eine andere Nation den Favoriten stürzt. Sicher ist bereits jetzt: Die FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 2026 wird ein wichtiger Meilenstein für den internationalen Frauenbasketball und ein großes Sportereignis in Deutschland sein.
Wann findet die FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 2026 statt?
Die FIBA-Basketball-Weltmeisterschaft der Damen 2026 findet vom 4. bis 13. September in Berlin statt. Insgesamt nehmen 16 Nationalmannschaften teil. Die 36 Spiele werden innerhalb von zehn Tagen in zwei Berliner Hallen ausgetragen.

Häufig gestellte Fragen
Wie viele Mannschaften nehmen an der Weltmeisterschaft teil?
2026 treten erstmals 16 Nationalmannschaften bei der Frauen-Weltmeisterschaft an. Sie werden auf vier Gruppen mit jeweils vier Teams verteilt. Das Teilnehmerfeld wurde damit gegenüber der Ausgabe 2022 um vier Mannschaften erweitert.
Gegen wen spielt Deutschland bei der Weltmeisterschaft?
Deutschland spielt in der Gruppenphase gegen Spanien, Japan und Mali. Die deutsche Mannschaft ist als Gastgeber automatisch qualifiziert. Besonders die Begegnungen mit Spanien und Japan dürften für die Platzierung in Gruppe A wichtig werden.
Wer ist Titelverteidiger der Frauen-Basketball-Weltmeisterschaft?
Die USA sind der amtierende Weltmeister. Das US-Team gewann 2022 in Sydney das Finale gegen China mit 83:61. 2026 streben die Amerikanerinnen den fünften Weltmeistertitel in Folge an.
Wo werden die Spiele 2026 ausgetragen?
Die komplette Weltmeisterschaft findet in Berlin statt. Gespielt wird in der Berlin Arena und der Max-Schmeling-Halle. Damit konzentriert sich das gesamte Turnier erstmals beziehungsweise vollständig auf eine deutsche Gastgeberstadt.
